Ziele

Zielbereiche des DiM

Im DiM werden verschiedene „Zielbereiche“ berücksichtigt. Dies bedeutet, dass sich das DiM auf diese Bereiche auswirkt, oder es die Grundlage zur Verhinderung von Nachteilen für das Unternehmen ist. Die Zielbereiche sind:

Rechtliche Aspekte / Einhaltung rechtlicher Bestimmungen

In der BRD und der gesamten Europäischen Union gibt es verschiedene Rechtsnormen, die sich mit dem Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz befassen. Die Nichtberücksichtigung dieser Rechtsnormen kann für das Unternehmen zu Problemen führen, wenn sich z.B. von Diskriminierung betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ein Arbeitsgericht wenden und sich herausstellt, dass das Unternehmen keine geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, um diese Diskriminierung zu verhindern (Organisationsverschulden).

Die wichtigsten Rechtsnormen (ausgenommen Richterrecht) sind:

  • Richtlinie 2000/78/EG zur Gleichbehandlung im Bereich der Beschäftigung
  • Allgemeines Gleichbehandlungsungsgesetz
  • Artikel 3 (3) Grundgesetz

Verweise:
web20.s112.typo3server.com/fileadmin/pdfs/Reports/Richtlinie_2000_78/2000-78_de.pdf
www.gesetze-im-internet.de/agg/
www.gesetze-im-internet.de/gg/index.html

Personalwirtschaftliche Ziele

Das DiM ist in der Regel strategisch im Personal-/HR-Bereich angesiedelt, da durch das DiM verschiedene personalwirtschaftliche Ziele verfolgt werden.

Der personalwirtschaftliche Nutzen fängt bereits mit der Rekrutierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an, denn insbesondere für Gruppen, die häufig unter Diskriminierung leiden, ist ein erfolgreiches DiM im Unternehmen ein positiver Anreiz, sich für dieses Unternehmen zu entscheiden. Insbesondere bei sog. High-Potentials und Stellen, für die nur ein begrenzter BewerberInnenkreis in Frage kommt, kann dies für das Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Durch ein funktionierendes DiM kann Personal besser gebunden und die Fluktuation, ebenso wie der Arbeitsausfall, reduziert werden.

Hinsichtlich der Arbeitsqualität fördert das DiM durch den vielfältigen „Personalmix“ und ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld die Kreativität und Innovationskraft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Durch ein respektvolles Miteinander und die Entwicklung eines sozialen Zusammenhalts in der Belegschaft werden Engagement, Arbeitsmoral und die eigenständige Leistungsbereitschaft gestärkt.

Betriebswirtschaftliche Ziele

Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht macht das DiM Sinn, denn neben der bereits im Bereich der Personalwirtschaft angesprochenen Förderung der Kreativität und Innovationskraft, sowie der Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, welche natürlich zur Ergebnisverbesserung (Umsatz- und Gewinnsteigerung) beitragen können, gibt es weitere Argumente für eine vielfältige Belegschaft.

Ein wichtiger Punkt ist das Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden: so wird sich ein Unternehmen, welches Produkte für Seniorinnen und Senior entwickelt und herstellt, besser auf die eigene Kundschaft einstellen können, wenn ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden, die sowohl befragt als auch bei der Produktentwicklung beteiligt werden können. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens, die auch der Zielgruppen angehören, können dementsprechend in die Entwicklung von Produkten und Marketingstrategien eingebunden werden.

Auch die Außenwirkung eines DiM ist für das Unternehmen wichtig, denn Image und Reputation des Unternehmens sind ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung der Kunden.

Soziale/Gesellschaftliche Ziele

Neben den bereits angesprochenen personal- und betriebswirtschaftlichen Zielen verfolgen Unternehmen auch soziale Ziele. Durch ein DiM kann die Umsetzung diese sozialen Ziele aktiv unterstützt werden. Neben der Verbesserung der Chancengleichheit und der Integration von diskrimineriungsgefährdeten Gruppen in die Arbeitswelt unterstützt ein DiM die Akzeptanz für diese Gruppen in der Gesellschaft und hat eine Signalwirkung auf andere Unternehmen.